How time flies!

Kia Ora meine Lieben,

 

wie die Zeit vergeht, 6 Monate bin ich mittlerweile schon in diesem unglaublich schönen Land. Bisher habe ich es noch keinen Tag bereut, mich auf dieses aufregende Abenteuer eingelassen zu haben. Ich liebe es mit unserem Van die Highways entlangzufahren, laute Musik zu hören und währenddessen die bezaubernde Landschaft zu bestaunen, ich kenne mich aus, egal ob es der nächste Supermarkt ist, zu dem ich möchte ein Obstmarkt oder das nächste Strandstück. Was ich machen muss, wenn unser Van „mal wieder stehen bleibt“ weiß ich mittlerweile zu gut und auch die Sprache der Kiwis ist mir nicht mehr fremd. Anfangs war ich sehr schüchtern, wenn es ums Englisch sprechen ging. Jetzt nach 6 Monaten spreche ich gerne Englisch, (muss man ja, auch wenn man an der Rezeption eines Top 10 Holiday Parks arbeitet) aber dazu komme ich später noch. Das Wichtigste ist, ich habe keine Angst mehr davor Englisch zu sprechen, auch wenn die Grammatik nicht immer stimmt.

Also wie ihr lesen könnt – Ich bin sehr glücklich, habe Spaß und viele Dinge, über die ich mir früher unglaublich den Kopf zerbrochen hätte sind mir jetzt egal!

 

Aber jetzt erstmal 3 Monate zurück, den letzten Eintrag, den ich hochgeladen habe, war über das Arbeiten auf der Kiwinursery. Das ist ja schon ewig her!

Also, unseren letzten Arbeitstag auf der Kiwinursery haben wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Die Mitarbeiter dort waren so lieb und zuvorkommend aber noch länger im Dreck sitzen und kleine Kiwipflanzen setzen wollten wir dann auch nicht. Außerdem hatten wir für unsere Verhältnisse erstmal wieder „genug Geld“ um weiterzuziehen.

Guido und ich verabschiedeten uns nicht nur von dem nicht gerade sauberen Haus, indem wir 2 Monate lebten sondern leider auch von unserer kleinen Reisefamilie.

Unser erster Halt war Lake Taupo, dort verbrachten wir 2 Nächte auf einem Campingplatz direkt am See.

On the Road again ging es in unsere Lieblingsstadt auf der Nordinsel – NAPIER-

Trotz Regen hat es uns diese kleine, bunte, direkt am Meer liegende Stadt angetan.

Kurze Geschichte zu diesem Tag, den ich niemals wieder vergessen werde. Unser Auto ist wie wirklich noch nie dreimal an einem Tag stehen geblieben, viel mehr als ruhig bleiben kann man da nicht mehr – was soll man auch machen, wenn man bei strömendem Regen auf einem Parkplatz steht und das Auto zum dritten Mal nicht angeht – wir wussten nicht mehr weiter, all unsere Methoden, die sonst immer geholfen haben funktionierten einfach nicht. Wie vom Himmel geschickt kam Jeremy, ein Neuseeländer und fragte uns, ob er uns helfen kann. Wir erklärten ihm unser Problem, er schaute sich das Auto an und wusste sofort „Ganz klar Luftfilter“ Guido und ich dachten, das sei wieder so ein Typ, der meint unser Auto zu kennen, viel Geld möchte – und es am Ende trotzdem nicht funktioniert. Nachdem Jeremy das Auto übergangsweise zum Laufen gebracht hatte, bot er uns an, es am Abend zu reparieren. Er sagte, er habe noch einen Luftfilter daheim, den kann er uns gerne einbauen. Pünktlich um halb 11 waren wir da, es dauerte eine Stunde und der neue Filter war drin, zwar ein Filter gemacht für Sportwägen aber immerhin unser Auto ging an. Wir wollten Jeremy Geld geben, dafür, dass er sich die Zeit genommen hat und uns den Filter einbaute. Er nahm das Geld nicht an, so sehr wir es versuchten. Das einzige was er zu uns sagte „Mir ist wichtig, dass ihr genau so wie ich anderen Menschen helft, und nicht großartig viel dafür verlangt“. Das ist das Einzige, was ich möchte! Dieser Satz hat uns beide unglaublich geprägt. Jeden Tramper am Straßenrand nehmen wir mit, und auch wenn andere Menschen unsere Hilfe brauchen sind wir da. Aber das beste ist Jeremy hat es geschafft unser Auto zum Laufen zu bringen! Seit diesem Tag sind wir nie wieder stehen geblieben! Er hat den Fehler, den fünf andere Automechaniker nicht erkannten, einfach gefunden! Und dreimal dürft ihr raten, wie unser Auto jetzt heißt?

JEREMY – nicht der schönste Name, aber ein Name mit sehr großer Bedeutung.

Nachdem das Autoproblem dann nach 4 Monaten auch erledigt war, fuhren wir nach Wellington, wo wir auch meinen Geburtstag feierten. Trotz, dass ich meine Freunde und meine Familie nicht bei mir hatte, machte Guido meinen ersten Geburtstag im Sommer zu etwas ganz Besonderem.

Auch einer meiner schönsten Tage hier in Neuseeland, am Abend schlenderten wir so durch Wellington, da Guido einen Tisch beim Mexikaner reserviert hatte. Wir liefen zur Tür hinein, ich konnte es kaum glauben – meine Reisefamilie (Berit, Annie, Johannes, Michi) saß am Tisch!! Und sie schenkten mir einfach eine selbst bemalte Gitarre. Oh mein Gott, wenn ich an diesen Tag zurückdenke, bekomme ich heute noch Gänsehaut.

So jetzt aber erstmal genug neue Informationen für euch. Wo und wie wir Weihnachten gefeiert haben, die Zeit als meine Eltern zu Besuch waren und was wir gerade so machen –

Darüber schreibe ich die nächsten Tage einen weiteren Eintrag.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche!

Haere ra! (Tschüss)

Eure am anderen Ende sitzende und an euch denkende Monja 😉

2 Gedanken zu „How time flies!

  1. Schön zu hören,das dir gut geht,hab ich mich sehr gefreut nach nach langer Zeit wieder einen deiner lebhaften Berichte zu lesen,wie ist denn bei dir grad das Wetter,have a nice time, Bye Bianca

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