Make new friends

 

 

“Dein Leben ist so bunt, wie du dich traust, es auszumalen”

 

 

Nachdem ich mich von Henning und seiner Gastfamilie verabschiedete, ging es für mich 3 lange Stunden weiter Richtung Te Kuiti auf eine Farm, wo Lisa gemeinsam mit ihrer Gastfamilie lebt. Als ich dachte, ich habe mein Ziel endlich erreicht, wurde ich von ungefähr 300 Kühen “angemuht” und dann kam noch ein Hofhund, der mich und mein Auto nur so anbellte. Schnell wusste ich, dass ich hier wohl nicht richtig bin. Ich machte mich also auf und fuhr solange weiter, bis ich die nächste Farm entdeckte. Diesmal mit mehr Erfolg. Die nächsten drei Nächte konnte ich hier übernachten, bekam essen, durfte meine Wäsche waschen und sogar mit in Lisas warmen Zimmer schlafen. An einem Tag nahm mich die Gastmutter auf einem Quad mit auf die Farm. Sie zeigte mir die 1000 Kühe, von denen ich einige melken durfte. Außerdem konnte ich sehen wie ein kleines Kälbchen zur Welt kam, musste einen Hahn einfangen und konnte das kleine Babylamm Lou mit der Flasche füttern. Es war wirklich ein unvergesslicher Tag für mich! Aber am allerbesten ist, dass ich jederzeit wieder kommen kann, um auf der Farm zu arbeiten.

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Am Donnerstag ging es für mich weiter Richtung Bay of Plenty, wo mein Job auf der Kiwifarm beginnen sollte. Als ich gegen 12.00 Uhr dort ankam, wartete bereits ein Mitarbeiter auf mich. Er zeigte mir den Weg zur Kiwiplantage, wo ich auch meinen Van parken konnte. Leider teilte er uns an diesem Tag mit, dass wir erst in einer Woche mit dem Arbeiten beginnen könnten, wirklich schade. Aber wie es der Zufall wollte, traf ich dort Annie, Berit, Johannes und Michael, vier weitere deutsche, die das gleiche Problem hatten wie ich. Zusammen beschlossen wir für die nächsten Tage gemeinsam in den Süden zu reisen.

Noch am selben Tag machten wir uns nachmittags auf den Weg nach Rotorua, einer schönen Stadt am See, die leider fürchterlich nach Schwefel stank, auf einen gemütlichen Campingplatz “Family Holiday Park”. Gemeinsam kochten wir uns Spinatnudeln. Am Abend fuhren wir in die Stadt auf einen Night Market und machten einen kurzen Spaziergang an der Strandpromenade. Da Annie und Berit Schokolade genauso lieben wie ich, deckten wir uns im nächsten Supermarkt erstmal damit ein. Nach einem kleinen Snack und einer zweieinhalb stündigen Runde Phase 10 legten wir uns in unsere Autos zum Schlafen. Da Annie und Beret bei mir mitfuhren, hatte mein Van für die nächsten 5 Nächte 3 Mitbewohner. Sehr kuschelig aber nicht zu eng.

Nach einem großzügigen Frühstück fuhren wir zum Waimangu Volcanic Valley, dem jüngsten Thermalgebiet Neuseelands. Anschließend ging es weiter zu den Craters of the Moon und zu den Huka Falls in der Nähe von Taupo. Wirklich sehenswert! Was alleine die Natur in Neuseeland zu bieten hat, ist unglaublich. Wir machten es uns an diesem Abend auf einem kostenlosen Campingplatz “Reids Farm” in unseren beiden Autos gemütlich, kochten gemeinsam und saßen zusammen wie eine kleine Familie.

Am Samstag fuhren wir in den Tongariro Nationalpark in der Mitte der Nordinsel. Dort wanderten wir bei gutem Wetter zu dem wunderschönen Taranaki Wasserfall. Anschließend gingen wir weiter zum Lower Tama Lake, der ganz in der nähe des Mt. Ngauruhoe liegt, den man als Schicksalsberg in “Der Herr der Ringe” sehen kann. Da wir aber die Entfernung unterschätzt haben, wurde die Wanderung länger als gedacht und extrem anstrengend! Fast nur bergauf, über Felsen, Steine und verschiedene Holztreppen. Die 20km waren es aber wert. Wir haben so viele schöne Sachen gesehen. An diesem Abend waren wir alle sehr müde. Nachdem wir zum nächsten Campingplatz in der Nähe gefahren sind, kochten wir nur noch etwas und schliefen schnell.

Den letzten Tag haben wir auf einem Campingplatz in der Nähe von Taupo verbracht. Wir haben Federball gespielt, gekocht und einfach nur zusammen gesessen. Wirklich total schön, wenn man am anderen Ende der Welt ist und so unendlich nette Menschen kennenlernt, die vier sind mir wirklich richtig ans Herz gewachsen. Zum Glück dürfen wir die nächsten vier Wochen auch noch miteinander verbringen.

Die beste Nachricht dieses Tages war, dass wir morgen mit dem Arbeiten beginnen dürfen. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich irgendwann sagen werde:,,Ich möchte arbeiten.” Aber so langsam brauche ich mal wieder Routine im Alltag und freue mich einfach nur Geld zu verdienen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Bis bald!

Mon

2 thoughts on “Make new friends

  1. Will auch Phase 10 spielen, 🍫schoki u.spinatnudeln mag ich auch,glaub ich komm😏, alles liebe,du machst das richtig

  2. “I’m not a bitch, I’m a farmgirl!” 😂
    You’re doing an awesome job Mon, keep up the adventures and KEEP ON WRITING! 😘

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